top of page

Aktualisiert: 31. Jan. 2025


Erntekorb Anfang September 2023 mt den ersten Trauben, Schlangenpaprika und Tomaten

Wie es der Titel bereits sagt, ein guter Selbstversorger versorgt nicht nur sich selbst sondern auch andere. Das Körbchen hier ist nicht für mich, sondern für meinen Nachbarn Chris der zwei kleine Kinder hat. Zusammen mit feinen Snacktomaten und den ersten Trauben eine wahre Wonne für die Kids, aber auch beste frische Vitamine für die fleißigen Eltern.


Die frühreifen Traubensorten bei mir sind diese Saison übrigens gut 14 Tage früher reif geworden und wandern ab jetzt in meine täglichen Erntekörbe. Normalerweise gab es Trauben erst ab Mitte September, aber dieses Jahr geht es schon früher los.


Die Schlangenpaprika liefert ja schon seit mehreren Wochen ordentlich ab und ist mittlerweile als Rohkost Snack in meiner Familie und Nachbarschafft sehr gefragt. Zu den Tomaten brauche ich nichts mehr sagen, denn wer meine Tomaten einmal probiert hat ist einfach verloren. Wie oft habe ich in den letzten Jahren gehört das meinen Nachbarn gekaufte Tomaten nicht mehr schmecken seitdem sie von mir welche bekommen.


Es hat also auch eine Schattenseite einen Selbstversorger zu kennen der dir Gemüse aus seinem eigenen Garten schenkt. ;-) Vielen Menschen ist einfach nicht bewusst wie groß der Unterschied in Punkto Qualität sein kann. Ich freu mich jedenfalls immer sehr, wenn ich so Rückmeldungen von meinen Nachbarn bekomme. Der Chris sagt sogar das er sich nach meinen Leckereien immer Energiegeladen fühlt, Vital, fröhlich und putzmunter wird. Ich kann das schon nicht mehr beurteilen, es ist mein 7. Selbstversorgerjahr, ich könnte mir ein anderes Leben und Essen gar nicht mehr vorstellen. Es ist zur Gewohnheit geworden so zu essen, umso schöner wenn andere Menschen mich daran erinnern wie wertvoll frische Nahrung aus einem BIO Garten sein kann.

  • 1. Sept. 2023
  • 2 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 31. Jan. 2025


Interview für das Greenpeace Magazin


Im Frühling 2023 fragte mich Karl Grünberg ob ich nicht Lust hätte auf ein Interview für das Greenpeace Magazin. Ich sagte zu und wir führten ein nettes Interview per Telefon welches in der Ausgabe 5.23 September – Oktober gedruckt wurde.




Alle Arten kommen in den Garten


Eigentlich wollte Giovanni Malfitano nur sich, seine Frau und seine zwei Kinder mit frischen Tomaten, Zucchini, Erbsen, Bohnen, Erdbeeren und Artischocken aus dem eigenen Garten versorgen. Das war 2016. Das Ganze ist dann wohl etwas ausgeartet: Heute hat er 150 Sorten. Alles selbst angebaut, mit den eigenen Händen in seinem 1500 Quadratmeter großen Wildgarten in Raderbroich bei Mönchengladbach, ohne Pestizide und künstlichen Dünger.


„Am Anfang kam ich mir wie ein Eindringling vor, hier haben Fasane und Bussarde gelebt. Überall standen meterhohe Beikräuter“, sagt Malfitano. Den Wildwuchs ließ er weitgehend stehen, pflanzte neue, blühende Sorten daneben und legte dazwischen seine Gemüsebeete an – alles artenfreundlich. Zum Beispiel Teefenchel, den der Schwalbenschwanz mag, oder Muskattellersalbei für die Blauschwarze Holzbiene. „Als dann sogar Hornissen kamen, war das der Knaller.“ In einem Teich siedeln Köcherfliegen, Libellen und sogar Molche.

Irgendwann begann er, seine Erfahrungen auf Instagram als „Don Giardino“ zu teilen: Etwa, wie Mulchen die Erde feucht hält und ihr Nährstoffe zuführt. Dass Zucchinipflanzen mehr Früchte bekommen, wenn man sie mit Kaffeesatz und Brennnesseljauche gießt. Dass Physalis empfindlich auf zu viel Dünger reagiert.


Sein Wissen hat er von seinem italienischen Großvater, der nach seinem Arbeitsleben in Deutschland zurück nach Sizilien gezogen war. „Er konnte nicht lesen und schreiben, hat aber intuitiv einen Permakulturgarten angelegt und mir alles gezeigt.“ Der Samen ging erst später auf. Jahrelang hat Malfitano gut bezahlt Webseiten programmiert, bis er selbst Vater wurde und sich für die Natur zu interessieren begann. Heute verbringt er die meiste Zeit im Garten.


Sein Garten wirft so viel ab, dass seine vierköpfige Familie sich zum Großteil davon ernähren kann, für den Winter weckt er ein. Nachbarn kaufen ihm Überschüsse ab. „Ich möchte dazu beitragen, dass jeder Mensch zumindest ein bisschen zum Selbstversorger wird“, sagt der Don.

bottom of page